Noch vor wenigen Jahren konnte Sipho Mabona seine Hände einfach nicht still halten. Beim Nachtessen am gemeinsamen WG-Küchentisch, im Hörsaal der Uni Zürich oder zu später Stunde in einer Luzerner Bar: Sipho faltete. Jeden Tag, zu jeder Tageszeit, mit hochwertigem Origami-Papier genauso wie mit benutzten Tischsets, Servietten oder alten Bustickets. Insekten, Vögel, Fische, Abstraktes. Er konnte nicht anders.

Heute hält er seine Hände öfters mal still, doch entspannt ist er deswegen noch lange nicht. Denn auch wenn der 36-Jährige seinen Fingern nun mehr Pausen gönnt: In seinem Kopf arbeitet er ständig weiter. An Faltplänen, anderen Kunstformen, zukünftigen Projekten. Er tut es am Küchentisch seiner Wohnung, in seinem Atelier oder zu später Stunde in einer Bar. Er kann nicht anders.

Für die aktuelle Ausgabe des Magazins Echt durfte ich meinen langjährigen Freund Sipho Mabona portraitieren. Zum Beitrag.